9. Individualisierungsforum

VMS Schruns-Dorf, 3.3.2010

Thema: Englischunterricht in der heterogenen Stammklasse

Zum 9. Individualisierungsforum begrüßten diesmal Direktor Peter Both, die Englischlehrerin Monika Vonier und der Englischlehrer und Informatiker Thorsten Hinrichsen in der Bibliothek der VMS/Sportmittelschule Schruns Dorf. 24 Lehrer/innen aus dem ganzen Land erfuhren von den Chancen und Vorteilen des Englischunterrichts in der heterogenen Stammklasse mit Teamteachingmodell.
In 3 von 4 Stunden gibt es eine Doppelbelegung, was die Betreuung von einzelnen Schüler/innen oder Kleingruppen ermöglicht. Es gibt keine Leistungsgruppen, aber natürlich ein Angebot für „Basic“ und „Advanced“-Schüler/innen. Schularbeiten und Checkings werden noch in differenzierter Form durchgeführt.

Das Zauberwort heißt „Flexibilität“

Bei der wöchentlichen Teambesprechung um 7:00 Uhr morgens werden Themen und Ziele vereinbart. Je nachdem, ob sich ein Thema für offenen Unterricht anbietet, wird flexibel entschieden, welche Unterrichtsform eingesetzt wird. In der ersten Klasse gibt es vermehrt Planarbeit, um die Kinder an das selbständige, eigenverantwortliche Arbeiten zu gewöhnen. Jetzt ist das Arbeitsverhalten der Schüler/innen schon so trainiert, dass auch fächerübergreifende Freiarbeitspläne gestaltet werden. So eine Unterrichtsphase konnten wir beobachten, Thema: Erde und Universum (Staaten und Flaggen - GW, Storys about Aliens – Englisch, Zeichnen und Gestalten von Aliens – BE).

Teamteaching – Stress oder Erleichterung?

Das ist wohl eine der meist gestellten Fragen in der Unterrichtsentwicklung. Frau Vonier und Herr Hinrichsen waren sich einig: Erleichterung! Wenn das Team zusammengespielt ist (- das kommt mit der Zeit -) funktioniert die Rollen- und Aufgabenverteilung problemlos: Einer übernimmt den Input, der andere hilft, betreut Einzelne, berät oder korrigiert. Fächerübergreifende Freiarbeiten werden als eine Bereicherung für die Lehrer angesehen. Trotz des Mehraufwandes an Vorbereitung und ev. auch Nachbereitung sind sich alle hier sicher: Die Arbeit macht Spaß und das Ergebnis bei den ersten Orientierungsarbeiten im letzten Jahr war sehr zufriedenstellend.

Crashkurs mit Movie-Maker

Thorsten Hinrichsen leitete im Informatikraum die Teilnehmer/innen an, wie man sehr schnell und unkompliziert mit Kindern einen Kurzfilm mit eigenen Bildern und selbst gesprochenen englischen Texten herstellen kann. Er führte dies mit seinen Schüler/innen erfolgreich durch, die Ergebnisse sind beeindruckend.

Hospitation in der Freiarbeit

Schüler/innen der 2. Klasse führten eine dreistündige Freiarbeit durch. An Gruppentischen sitzend arbeiteten sie eifrig mit den bereitgestellten Materialien (Domino, Dosendiktat, LÜK, Legekarten, Puzzle, Wischblätter, Würfelspiel,…) an ihrem Plan, und das offensichtlich mit Freude und Motivation.

   

Klare Worte am Schluss

Schulleiter Peter Both fand zum Abschluss der gelungenen Veranstaltung treffende und ermutigende Worte. „Die Mitarbeit an diesem Projekt (VMS) rentiert sich. Das Projekt geht nicht ins Leere, es hat ein klares Ziel, eine Gemeinsame Schule der 10 bis 14-jährigen. Egal, ob das Projekt voll oder nur teilweise gelingt, die Arbeit, die jetzt in den Schulen geleistet wird, ist das Beste, was seit 30 Jahren in Schulen passiert.“